„Foodsharing“ – Isst du das noch?

In Deutschland wird mehr als ein Drittel der produzierten Lebensmittel vernichtet und das weniger, weil sie ungenießbar sind.  Im Supermarkt ist es oft die kaputte Verpackung, Ware kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum, Saisonware wir die Schokoweihnachtsmänner oder das Obstnetz mit einer schlechten Frucht, das aus dem Regal genommen wird. Überproduktion bzw. falsche Kalkulation (auch beim Verbraucher!) ist ein weiterer der vielen Gründe. Weltweit ist die Lebensmittelverschwendung der drittgrößte Verursacher von Treibhausemmissionen.

Diese traurigen Tatsachen galt es Schülerinnen und Schülern der OBS Pestalozzischule in Anderten nahe zu bringen. Im Rahmen der Klassen-AG „Soziale und ökonomische Vernetzung im Stadtteil“ hatte die 7c deshalb am 1.Dezember Besuch von Nicole, die mit dem Verein „foodsharing“ u.a. praktisch beweist, dass Lebensmittel nicht automatisch verdorben sind, nur weil z.B. das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten oder die Verpackung angerissen ist.

Vor zehn Jahren, als die Problematik der Lebensmittelvernichtung noch relativ neu in der Wahrnehmung der Verbraucher war, ging die Plattform „foodsharing.de“ online, um dem entgegenzuwirken.  Nicole brachte Kisten und Kartons mit Obst, Gemüse, Backwaren, Molkereiprodukten und anderen Nahrungsmitteln mit, die aus verschiedensten Gründen von Supermärkten aussortiert wurden und – ohne Nicole und foodsharing! – in der Tonne gelandet wären. So wurde jedoch daraus ein vielfältiges Mittagsbuffet zubereitet, das alle mit Begeisterung aßen und das zudem keinen Cent gekostet hat! Es wäre wünschenswert, wenn dieses gemeinsame Kochen die Schülerinnen und Schüler für nachhaltigen Konsum, Wertschätzung unserer Ressourcen und auch eine gesunde Ernährung sensibilisiert hat.

 

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